Arten von Campingkochern

Beim Kauf eines Campingkochers stehen dir Systeme mit flüssigen, festen und gasförmigen Brennstoffen zur Verfügung. Viele Wege führen also nach Rom – oder in deinem Fall zur warmen Mahlzeit. Welcher Campingkocher am besten zu dir passt, hängt von dem Einsatzzweck und natürlich von deinen persönlichen Präferenzen ab. Du musst dich für einen Brennstoff entscheiden, der deine Ansprüche erfüllt und an deinem Zielort verfügbar ist.

Die unterschiedlichen Campingkocher sind für einige Einsatzzwecke besser, für andere schlechter geeignet. Grundsätzlich gilt: Gaskocher und Spirituskocher sind Modelle für Einsteiger, während Benzinkocher und Holzkocher etwas mehr Übung verlangen.

Gaskocher

für Einsteiger
Gaskocher sind gut für Einsteiger geeignet. Sie sind einfach zu handhaben und pflegeleicht. Gaskocher haben eine ausreichende Heizleistung für schlichte Mahlzeiten. Problematisch kann der Nachkauf der Gaskartuschen - vor allem im Ausland - werden, da es verschiedene Anschlusssysteme gibt.
  • leicht
  • geräusch- und geruchsarm
  • preiswert
  • sauberes Kochen ohne Rußentwicklung
  • große Heizleistung, kurze Kochzeiten
  • Einsatz bei niedrigen Temperaturen oder niedrigem Luftdruck
  • Brennstoff weltweit verfügbar
Mehr über Gaskocher

Spirituskocher

für Platzsparer
Auch der Spirituskocher ist ein Kocher für Einsteiger: Ultraleicht, preiswert, schnell aufzubauen und einfach zu reinigen. Der Brennstoff - Spiritus - ist fast überall leicht erhältlich. Die Heizleistung von Spirituskochern ist jedoch sehr gering und der Brennstoffverbrauch darum vergleichsweise hoch.
  • leicht
  • geräusch- und geruchsarm
  • preiswert
  • sauberes Kochen ohne Rußentwicklung
  • große Heizleistung, kurze Kochzeiten
  • Einsatz bei niedrigen Temperaturen oder niedrigem Luftdruck
  • Brennstoff weltweit verfügbar
Mehr über Spirituskocher

Benzinkocher

für Fortgeschrittene
Benzinkocher sind Outdoor-Kocher für Fortgeschrittene. Die Heizleistung ist sehr hoch, auch bei Kälte oder niedrigem Luftdruck. Dafür ist der Benzinkocher komplizierter in Handhabung, Wartung und Reinigung und deutlich schwerer als die Leichtgewichte, die mit Gas, Spiritus oder Holz betrieben werden.
  • leicht
  • geräusch- und geruchsarm
  • preiswert
  • sauberes Kochen ohne Rußentwicklung
  • große Heizleistung, kurze Kochzeiten
  • Einsatz bei niedrigen Temperaturen oder niedrigem Luftdruck
  • Brennstoff weltweit verfügbar
Mehr über Benzinkocher

Holzkocher

für Naturverbundene
Holzkocher sind leicht, preiswert und mit geschickten Händen sogar selbst zu bauen. Brennstoffe wie Zweige, Rinde oder Reisig sind fast überall in der Natur zu finden. Die Nachteile: Die Hitze ist kaum regulierbar, die Geruchs- und Rauchentwicklung extrem hoch und offenes Feuer ist vielfach in Wäldern verboten.
  • leicht
  • geräusch- und geruchsarm
  • preiswert
  • sauberes Kochen ohne Rußentwicklung
  • große Heizleistung, kurze Kochzeiten
  • Einsatz bei niedrigen Temperaturen oder niedrigem Luftdruck
  • Brennstoff weltweit verfügbar
Mehr über Holzkocher

Es muss nicht immer teuer sein!

Wenn du dir einen Campingkocher kaufen möchtest, wirst du schnell merken, wie groß die Preisunterschiede sein können. Du bekommst bereits Campingkocher für ca. 10 Euro (vor allem welche, die mit Spiritus oder Festbrennstoffen betrieben werden) oder kannst locker auch dreistellige Beträge ausgeben.

Dabei darfst du den Preis allerdings nicht mit der Qualität gleichsetzen. Simple Modelle ohne viel Schnick-Schnack sind häufig preiswert UND gut – und für deinen Einsatzzweck möglicherweise völlig ausreichend. Wenn du ein Einsteiger bist, solltest du ohnehin nicht gleich zur Luxusausführung eines Benzinkochers greifen, sondern dich mit einem preiswerteren Gas- oder Spirituskocher langsam an die Kunst des Outdoor Cookings herantasten.

Für anspruchsvollere und längere Touren (vor allem in kältere Regionen) lohnt es sich hingegen, etwas mehr Geld zu investieren, damit dich dein Campingkocher im entscheidenden Moment nicht im Stich lässt.

Wenn dein Budget sehr niedrig ist, kannst du mit etwas Fingerfertigkeit sogar selbst einen Campingkocher bauen. Die Anleitung findest du hier.